Polnische Ostseeküste

19. Juli bis 4. August 2019

Nachdem wir im vergangenen Jahr im Rahmen unserer Reise ins Baltikum nur kurz in Polen waren, wollten wir uns dieses Jahr die polnische Ostseeküste genauer anschauen.

1. Station:

Da wir nicht so gut aus Berlin raus kamen, haben wir kurz vor der polnischen Grenze Station gemacht und sind auf dem Campingplatz am Oderstrom gelandet, einem kleinen und sehr familiären Platz.

2. Station: Ustka

Unsere Weiterfahrt war durch viel Verkehr, Staus und die (noch) nicht allzu guten polnischen Straßen geprägt. Nichtsdestotrotz landeten wir Samstagabend in Ustka, dem alten Stolpmünde.

Der Campingplatz (Morski 25) war nicht der allerneueste, aber in Ordnung. Vor allem aber bot er viel Platz.

Bei unserem ersten Stadtbummel stellten wir direkt fest, dass wir mitten in einem polnischen Urlaubs-Hotspot gelandet waren. Das Städtchen war voll und rummelig.

Damit auch die Berliner Gäste nicht hungern mussten, gab es echten Berliner Döner:

Alles in allem hat es uns in Ustka gut gefallen, vor allem die Strände hatten es uns angetan.

3. Station: Leba

Nach drei Tagen fuhren wir weiter. Die Wanderdünen von Leba waren unser Ziel.

In Leba bot sich das gleiche Bild wie in Ustka: Menschen über Menschen. Hier war auch der Campingplatz, der im übrigen sehr modern war, proppenvoll, aber wir bekamen immerhin ein Plätzchen für drei Nächte. Angesichts der vielen Mücken, die uns plagten, reichten diese auch völlig aus.

Am nächsten Tag zog es uns direkt zu den Wanderdünen. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns gewünscht hätten. Warmer, aber feiner Nieselregen erwartete uns. Dennoch machten wir uns auf den Weg.

Nach gut 7 km Fahrt mit dem Fahrrad und einem kleinen Aufstieg konnten wir die Lacka Góra, die mit 42 m höchste Düne der polnischen Sahara sehen. Angesichts des Wetters mutete die Landschaft ein wenig wie eine Skipiste an.

Und die Dünen machen ihrem Namen alle Ehre: Sie wandern ungefähr 10 m pro Jahr weiter und begraben alles, was im Weg ist, unter sich, wie z. B. diese Bäume.

Als am nächsten Tag das Wetter wieder sonnig wurde, legten wir einen Strandtag ein, denn auch der Strand von Leba war traumhaft schön.

4. Station: Wladyslawowo

Froh, den Mücken entflohen zu sein, kamen wir in unserem nächsten Ziel an, dem kleinen Städtchen Wladyslawowo, das ziemlich weit im Osten der polnischen Ostseeküste liegt. Immerhin leben 10.000 Menschen dort – zusammen mit Tausenden von Touristen.

Der dritte Campingplatz hatte dann tatsächlich freie Plätze; wir konnten unser Glück kaum fassen, bekamen wir doch einen Platz in der ersten Reihe, 160 Stufen hoch über der Ostsee.

Da wir eine ganze Woche dort verbrachten, hat wir Zeit, auch die Umgebung zu erkunden.

Unser erstes Ziel war die Halbinsel Hel. Für die rund 40 km in den Ort Hel nahmen wir einen Zug, zurück ging es dann mit dem Fahrrad. Zum Glück gab es einen größtenteils gut ausgebauten Fahrradweg.

Auch Wladyslawowo haben wir uns näher angeschaut. In Polen waren Sommerferien, und das merkte man überall.

Puck, ca. 13 km entfernt, entpuppte sich als hübsches und nicht ganz so überlaufenes Städtchen. Da es am Ostseeküsten-Radweg lag, konnten wir auf einem meistens guten Untergrund dorthin fahren. Die Küste war ruhiger, auch die Ostsee nicht mehr so stürmisch, schließlich schützte Hel diesen Teil der Küste.

Besonders der Marktplatz von Puck ist schön hergerichtet worden.

Auf dem Weg nach Puck kamen wir durch Swarzewo mit einer hübschen und schön sanieren Backstein-Kirche.

Bevor wir zu unserer letzten Station dieser Reise kommen, hier noch ein paar Bilder aus Wladyslawowo mit seinen Stränden. Die Ostsee entpuppte sich als stürmische See mit Wellen und Wind. Der Wind hatte zur Folge, dass wir zwar eine schöne Sicht auf die Ostsee hatten, aber auch immer im kalten Wind saßen (während der Rest des Campingplatzes in kurzen Hosen rumlief, hatten wir dicke Jacken an). Der Wind hatte aber auch zur Folge, dass das ohnehin nicht warme Wasser wieder kälter wurde, so dass an Baden nicht zu denken war. Die Ostsee hätte einem Gebirgssee alle Ehre gemacht.

5. Station: Kolobrzeg (ehemals Kolberg)

Nach sieben erholsamen Tagen in Wladyslawowo machten wir uns wieder auf den Weg zurück, allerdings nicht direkt , sondern wir wollten uns in Kolberg umschauen.

Auch Kolberg entpuppte sich als quirliger Urlaubsort, zumal noch ein Beachvolleyball-Turnier stattfand. Auch hier fanden wir eine schöne Promenade und weiße Sandstrände vor. Der Camping Baltic, einziger Campingplatz in Kolberg ist für einen Aufenthalt perfekt, gute Sanitäranlagen, nur 700 m vom Strand entfernt, hatte er alles, was man für einen Urlaub benötigt.

In Kolberg hatten wir auch ein paar tierische Begegnungen, und es gab Chips am Stil.

Als krönenden Abschluss erlebten wir an unserem letzten Abend noch einen traumhaften Sonnenuntergang!

Fazit der Reise: Polen, wir kommen wieder!


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