24. bis 31. Oktober 2024
Obwohl uns Syrakus so gut gefallen hatte und der Campingplatz auch schön war, haben wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, der Stadt Agrigento und dem Valle dei Templi gemacht.
Auch die Fahrt hierher war sehr schön, führte sie uns doch durch das Hinterland Siziliens. Karge Hügel wechselten sich mit grünen, bepflanzten Hängen und Ebenen ab. Angebaut wird hier vor allem Wein, Orangen, Zitronen, aber auch Mandeln und Walnüsse und nicht zu vergessen: Oliven.





Hier haben wir wieder einen Campingplatz am Meer gefunden, mit unmittelbarem Zugang zu einem schönen Sandstrand, leider keinem direkten Blick aufs Meer, denn das ist hinter einer Düne versteckt, aber wir sind in einer Minute im Wasser.
Auch Andra findet den Strand schön, wenn sie morgens ihre Geschäfte am Wasser erledigen und mit ihren Pfoten schon mal die Wassertemperatur testen kann.



Und wir sind an der Südwestküste, was bedeutet, dass es wieder Sonnenuntergänge im Meer zu beobachten gibt. Leider haben sich bisher immer Wolken dazwischen geschoben, aber schön ist es trotzdem.



Valle dei Templi, 25. Oktober
Agrigento ist für das Valle dei Templi, das Tal der Tempel, berühmt, das eigentlich kein Tal ist, sondern eine lang gezogene Fläche, auf der sich im 4. Jahrhundert v. Chr. die Stadt Akragas befand.
Das Tal der Tempel ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten des Mittelmeerraums. Zu sehen sind nicht nur Tempel und die Überreste der Stadt, sondern auch Jahrhundertealte Oliven- und Mandelbäume.
Akragas war die bedeutendste griechische Ansiedlung auf Sizilien, die um 582 v. Chr. gegründet worden ist. Knapp 200 Jahre später wurde die Stadt zerstört. Erst im 2. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt von den Römern besetzt und erhielt den römischen Namen Agrigentum.
Viel ist von der alten Stadt nicht mehr zu sehen, wurden die Ruinen z. T. doch als Steinbruch benutzt.





Lediglich der Concordia-Tempel ist besser erhalten, weil er im Zuge der Christianisierung zu einer christlichen Kirche umfunktioniert wurde.



Die Tempel liegen auf Hügeln, sozusagen hinter- oder nebeneinander gereiht, je nach Perspektive. Sie dienten nicht nur heiligen Riten, sondern waren auch zur Verteidigung der Stadt bestimmt.
Das heutige Agrigento entstand in den ersten 500 Jahren n. Chr. Während Kirchen und Friedhöfe weiter im heutigen Tal der Tempel verblieben sind, sind die Bewohner mit ihren Häusern und Geschäften auf den Hügel des Girgenti gezogen und legten damit den Grundstein für die Stadt.

Vom höchsten Punkt aus hatte man daher auch einen wunderschönen Blick über das Land.




Agrigento, 26. Oktober
Nun hatten wir das alte und neue Agrigento, einmal mehr auf dem Berg sitzend, aus der Ferne schon gesehen, nun wollten wir auch hin.
Also wieder die E-Bikes gesattelt und los ging es. Und es ging über 15 km ordentlich bergauf. Ich glaube, ich bin bisher noch nie eine Haarnadelkurve mit dem Fahrrad gefahren, aber mit unseren Fahrrädern kein Problem.
Oben ging es dann weiter bergauf, zu Fuß durch ein einzigartiges Gewirr von Gassen.



Wir marschierten also ganz nach oben zu der Kirche, die man schon von weitem sehen konnten. Die Cattedrale di San Gerlando gilt als stark einsturzgefährdet. Sie beeindruckte mit ihrem Innenraum mit achteckigen Pfeilern und einer prächtigen, geschnitzten Kassettendecke.






Ein kleines Museum mit griechischen und römischen Sarkophagen war der Kirche angeschlossen.



Die alte und neuere Stadt gehen nahtlos in einander über.



Wir hatten noch ein nettes Restaurant zum Mittagessen und auch eine Gelateria mit herrlichem Eis gefunden, aber trotzdem fanden wir Agrigento als Stadt nicht wirklich überzeugend, wir waren mittlerweile ja verwöhnt.
San Leon, 26. bis 31. Oktober
Und dennoch haben wir hier eine Woche verbracht, die längste Station dieser Reise. Der Campeggio Internazionale Nettuno war nicht der schlechteste. Wir hatten einen großen Platz, die Sanitäranlagen waren in Ordnung, und vor allem der Strand und das Meer hatten es uns angetan.
So haben wir ein paar Tage Urlaub gemacht, Dieter hatte mal wieder eine Videokonferenz. Die Wäsche musste auch mal wieder gewaschen werden. So genossen wir die Zeit hier.





Und wir erlebten noch schöne Sonnenuntergänge! Damit geht unsere Zeit hier zu Ende. Unsere Reise geht weiter, unsere letzte Woche auf Sizilien ist angebrochen (leider).




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