Tour de France, Südfrankreich, Arles und Camargue

Auf dem Weg in die Camargue machten wir Station in Arles.

Arles, 25. bis 27. September

Für unseren Stopp in Arles hatten wir einen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt ausgesucht, denn die beiden stadtnahen Plätze hatten nur sehr durchwachsene Bewertungen im Netz.

Unser ausgewählter Campingplatz war eigentlich mehr eine Siedlung mit Mietunterkünften, die größtenteils dauerhaft bewohnt wurden. Dennoch gab es einige wenige Plätze für uns Touris, aber der Campingplatz glänzte mit superschönen, modernen, sauberen Sanitäranlagen.

Also machten wir uns am nächsten Morgen mit den Fahrrädern auf zur Stadtbesichtigung. Für die Fahrt nutzten wir eine von Google vorgeschlagene Route auf Nebenstraßen.

Arles ist eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern und liegt an der Rhone. Sie blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, schließlich wurde sie durch die Griechen gegründet. Ein großes und durchaus gut erhaltenes Amphitheater zeugt von der griechisch-römischen Vergangenheit. Während des Mittelalters entstand im Inneren der Arena ein kleines Dorf. Dafür wurden an das Amphitheater vier Türme und eine Kapelle angebaut, was im 19. wieder zurückgebaut wurden.

Die Stadt gilt als eine der faszinierendsten Städte der Provence, und das nicht nur wegen ihrer antiken Vergangenheit, sondern auch weil Vincent van Gogh für knapp zwei Jahre in der Stadt gelebt und gearbeitet hat. Van Gogh hat in dieser Zeit rund 300 bedeutende Werke geschaffen. Die künstlerische Ader der Stadt spürt man auf verschiedene Art und Weise, seien es junge Studierende, die mit Skizzenblock und Farben ausgestattet, die Sehenswürdigkeiten zeichnen, seien es eine Vielzahl von Galerien.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz hielten wir an einer alten Brücke, die van Gogh gemalt hatte.

Dieses hatte allerdings den Nachteil, dass wir eine andere von Google gefundene Route zurück zum Campingplatz nehmen mussten. Am Anfang war noch alles gut, aber dann landeten wir auf einer Wiese, wo nur mühsam Fahrspuren auszumachen waren. Mit viel Glück fanden wir einen anderen Weg, der uns zum Campingplatz zurück führte. Ich sage nur: Google Fahrradrouten!

Saintes-Maries-de-la-Mer, 27. bis 30. September

Von Arles aus fuhren wir in den wunderbaren Ort Saintes-Maries-de-la-Mer, der in der Camargue direkt am Meer liegt. Die Camargue wird von den beiden Armen der Rhone begrenzt und ist eine Schwemmlandebene. Im Süden, wo wir waren, ist die Landschaft sehr eintönig durch Brackwasser und ein paar wenige Pflanzen, die mit der salzigen Umgebung umgehen können, geprägt. Ansonsten lebt die Camargue vom Gemüse- und Reisanbau sowie der Salzgewinnung. Die legendären weißen Pferde der Camargue gibt es immer noch, aber nicht mehr als Wildpferde. Darüber hinaus leben hier über 400 Wildvögelarten sowie schwarze Stiere.

Auch hier haben wir uns auf die Fahrräder geschwungen, um uns diese Landschaft näher anzuschauen. Und wir waren begeistert!

Aber das Beste waren die Flamingos, die hier zu Hunderten zu sehen waren. Es war einfach nur schön!

Anzumerken ist noch, dass das Städtchen ganz hübsch ist, allerdings sehr touristisch, aber das darf einem nicht wundern. Erwähnenswert ist noch die Kirche, eine Wallfahrtskirche. Hier wird der schwarzen Sara gedacht, der Schutzheiligen der Roma und Sinti.

Und hier noch ein paar Bilder von Ort und Strand:


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