Dieses Jahr wollten wir den Jahreswechsel nicht zu Hause, sondern in Papenburg ins Emsland feiern. Doch leider verbrachten wir die erste Nacht auf dem Parkplatz einer Mercedes-Werkstatt in Leer. Was war passiert? Wir wollten gerade von der Autobahn abfahren, als der Motor ausging und auch nicht mehr ansprang. Also die nächste Werkstatt angerufen. Es dauerte eine gute Stunde, die wir auf dem Standstreifen stehend verbringen mussten, bevor der Abschlepper kam. Sehr schräge Erfahrung! Aber es ging gut, und nach kurzer Fahrt standen wir bei Mercedes auf dem Hof. Da es kurz vor 18 Uhr war, passierte an diesem Abend natürlich nichts mehr.
Zum Glück war nebenan eine schicke Tankstelle mit Toiletten und einer Waschanlage. Dort konnten wir den Strom anschließen, so dass zumindest der Fernseher lief.
Am nächsten Morgen um halb sieben Uhr (für Rentner kaum vorstellbar) standen wir bei Mercedes wieder auf der Matte. Am Abend hatten wir in der Facebook-Gruppe „Carthagofans“ schon recherchiert und waren dank der hilfreichen Kommentare zu dem Schluss gekommen, dass schlichtweg der Tank leer sein musste, obwohl die Anzeige noch 250 km Reichweite gezeigt hatte. Denn die Tankanzeige kommt mit dem Diesel-Verbrauch der Diesel-Standheizung nicht klar.
So war es dann auch. Nach diesem Diagnose-Hinweis unsererseits wurde Diesel aus dem Kanister eingefüllt und noch die verschiedenen Fehlermeldungen gelöscht. Dann konnte es auch schon losgehen, so dass wir bereits gegen halb zehn in Papenburg ankamen.

Papenburg, 30. Dezember bis 2. Januar
Papenburg ist ein hübsches kleines Städtchen, dass auf einem ehemaligen Moor gebaut wurde; daher wird es von einem Netz an Kanälen durchzogen und soll angeblich mehr Brücken als Venedig haben.
Der 30. Dezember zeigte sich noch von seiner sonnigen Seite, so dass wir die Gelegenheit zu einem ausführlichen Spaziergang nutzten.






Wir hatten ein Wohnmobil-Event gebucht, daher Papenburg. Darin enthalten war neben einem Silvester-Ball die Besichtigung der Meyer-Werft, wofür Papenburg ja bekannt ist.
Diese stand am Nachmittag auf dem Programm. Die Werft wurde 1795 gegründet, beschäftigt derzeit 3.400 Menschen an drei Standorten (Papenburg, Warnemünde und Turku in Finnland). Im Schnitt werden drei bis vier Schiffe pro Jahr vom Stapel gelassen. Leider war kein größeres Schiff kurz vor der Vollendung, so dass wir nur in das riesige Baudock, in das zwei Schiffe gleichzeitig passen, hineinblicken konnten.



Die riesigen Kreuzfahrtschiffe, wofür die Werft berühmt ist, konnten „nur“ in Miniaturmodellen besichtigt werden. Aufgrund der Lichtverhältnisse vor Ort sind die Fotos nur mäßig.




Zu Silvester gab es ein festliches Büfett mit Tanz. Um Mitternacht wurde kräftig geböllert und das neue Jahr eingeläutet. Andra schaute sich die schönen Raketen interessiert an und regte sich mehr über eine Maus, die sie vermeintlich aufgespürt hatte, auf als über die Knallerei.




Noch wollten wir nicht nach Hause, stattdessen ging es weiter ins schöne Emden.
Emden, 2. bis 4. Januar 2026
Emden verfügt über einen Womo-Stellplatz direkt am Hafen, der sowohl über Toiletten als auch Duschen verfügt. Das war einer der Gründe, weswegen wir uns für diese Stadt entschieden haben, denn eigentlich wollten wir nach Groningen in den Niederlanden.


Die Lage des Stellplatzes direkt am Wasser war sehr schön, obwohl wir zu lang für die erste Reihe waren. Direkt nach unserer Ankunft haben wir uns auf dem Weg in die Stadt gemacht. Dieter hat das Otto Hus besichtigt, während ich mit Andra ein wenig durch die Stadt gebummelt bin.






Den nächsten Tag begannen wir mit einem ausgiebigen Spaziergang zur sog. Kesselschleuse. Diese ist einzigartig, denn in ihr kann ihn alle vier Himmelsrichtungen geschleust werden.



Am Nachmittag ließen wir Andra im Wohnmobil und besuchten die Kunsthalle. Dort gab es eine Ausstellung mit Werken von Armin Müller-Stahl, die uns sehr gut gefallen hat.



Und da der 3. Januar mein Geburtstag ist, ging es abends schick essen in den Speicher Emden.
Aufgrund der Wetterlage (über Nacht hatte es heftig geschneit) machten wir uns am nächsten Tag nach dem Frühstück direkt auf den Rückweg nach Hause, denn wir wollten unbedingt bei Tageslicht fahren.



Trotz zum Teil schlechter Straßenverhältnisse sind wir gut zu Hause angekommen. Hinter uns lag eine schöne Woche Urlaub mit vielen neuen Erlebnissen.

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