Andalusien 2026: Cádiz

Nachdem wir Tarifa gesehen hatten, ging es weiter, ab jetzt entlang des Atlantiks. Mittlerweile schien nach der Schlechtwetterfront, die durchgezogen ist, auch wieder die Sonne. Allerdings waren die Temperaturen nicht mehr so hoch wie zuvor.

Cádiz, 21. bis 23. Oktober 2026

Die Fahrt nach Cádiz führte uns zunächst entlang der Küste, die weiterhin sehr hügelig war.

Aber plötzlich weitete sich das Land und es wurde komplett flach und wieder fruchtbarer, denn Plantagen mit Oliven- und Mandelbäumen häuften sich. Darüber hinaus war das Hinterland von Cádiz von vielen Wasserflächen durchzogen, wo auch Salz gewonnen wurde.

Vejer de la Frontera (aus dem Auto)

Und weil Cádiz zusätzlich von drei Seiten vom Atlantik umgeben ist, liegen mögliche Campingplätze einigermaßen entfernt. Der Camping TAIGA in Puerto Santa Maria war immerhin knapp 20 km weg, schön gelegen und gut ausgestattet, aber leider war der Swimmingpool nicht mehr in Betrieb.

Weil das Wetter wieder so schön war, machten wir zunächst einen ausführlichen Spaziergang in die nächste Bucht nach Puerto Sherry. Interessant waren die bunt bemalten hohen Mauern, die das Grundstück einer Segelschule oder ähnlichem umgaben.

Zunächst hatten wir uns überlegt, mit dem Zug in die Stadt zu fahren, und für die rund 4 km zum Bahnhof das Fahrrad zu nehmen. Denn auf die Fähre, die direkt in die Altstadt fährt, durfte der Hund nicht mit. Dann entschieden wir uns um. Andra musste im Wohnmobil bleiben, was angesichts der Temperaturen und des schattigen Stellplatzes absolut vertretbar war. Wir machten uns stattdessen mit Bus und Fähre auf den Weg nach Cádiz.

Cádiz ist die älteste und am längsten durchgängig besiedelte Stadt Europas. Sie wurde bereits 1100 v. Chr. von den Phöniziern gegründet. Nachdem sie von den Mauren platt gemacht worden war, erlebte sie im 18. Jahrhundert ihre Blütezeit, da die Stadt 1717 das Monopol für den Handel mit Lateinamerika bekommen hat. Circa 120 Türmchen auf den Häusern der Altstadt zeugen von dieser Zeit, denn sie wurden errichtet, damit die Kaufleute Ausschau nach den Schiffen halten konnten, die die Stadt erreichen.

Cádiz ist zum Meer hin mit einem Mauerring befestigt, der als schöne Promenade gestaltet ist; wegen dieser langen Promenade wird die Stadt auch manchmal mit Havanna verglichen.

Wir spazierten kreuz und quer durch die Altstadt, durch kleine Straßen und Gassen, durch Grünflächen und Parks.

Die Kathedrale haben wir wieder einmal nicht von innen gesehen, den geforderten Eintritt wollten wir nicht bezahlen.

Am Ende gab es noch die üblichen Getränke, bevor wir uns mit der Fähre wieder auf den Rückweg machten.

Auf der Rückfahrt mit der Fähre hatten wir einen schönen Blick auf die große Brücke, die Puente de la Constitution de 1812. sie hat die größte Spannweite aller spanischen Schrägseilbrücken und die drittgrößte in Europa.

Ein rundum schöner Nachmittag ging zu Ende, auch wenn Andra uns ordentlich maßregelte, als wir die WoMo-Tür öffneten.


Kommentare

Kommentar verfassen