Von Biscarrosse aus ging es wieder etwas nördlich, genauer gesagt, knapp 20 km nördlich, zur Dune du Pilat. Wir waren vor etlichen Jahren bereits auf der Durchfahrt in der Gegend und haben damals schon die Düne besucht, aber die Erinnerung daran war schwach, insofern entschlossen wir uns, dass es dieses Jahr anders sein sollte.
Pyla, 4. bis 7. Juni 2026
Wir standen in der Zeit auf dem Campingplatz Panorama du Pyla der yelloh! Village Gruppe, weil wir uns dort mit Freunden aus Hamburg treffen wollten, die mit ihrem neuen Wohnmobil ebenfalls auf dem Weg an den Atlantik waren. Der Campingplatz lag sensationell am südlichen Ende der Düne auf einem Hügel, so dass man immer wieder einen Blick auf die Düne beziehungsweise den tiefblauen Atlantik werfen konnte. Er war auch ein Eldorado für Paraglider.




Daher galt unser erster Besuch der Düne und nicht Arcachon, der kleinen Stadt am sog. Bassin d‘Arcachon, einer großen Bucht bzw. Becken und Naturschutzgebiet im Atlantik.
Auf dem Weg zum eigentlichen Zugang kamen wir durch ein großes Gebiet, dass vor vier Jahren gebrannt hatte und in dem viele Hektar Pinienwald vernichtet wurden. Damals mussten 6.000 Camper auf fünf Campingplätzen evakuiert werden.


Circa 120 Stufen ging es nach oben, und der Aufstieg hatte sich gelohnt. Denn die Aussicht auf den Atlantik wie auch ins Hinterland war fantastisch.






Die Dune du Pilat ist die größte Wanderdüne Europas, sie ist rund 110 m hoch, 500 m breit und circa 2,7km lang. Man sieht, dass sie wandert, immerhin zwischen einem und fünf Metern pro Jahr, denn auf ihrer Landseite ragen vernichtete Bäume aus dem Sand.
Auch Andra fand den Ausblick ebenfalls schön. Allerdings wollte sie tatsächlich Richtung Wasser, also die Düne abwärts zum Atlantik hin gehen. Sie ist und bleibt ein Wasserhund! Aber aus ihrer Sicht musste sie leider wieder mit uns zurück.


Aber selbstverständlich fuhren wir auch nach Arcachon, rund 16 km waren zu bewältigen. Wir radelten auf gut ausgebauten Radwegen, größtenteils immer entlang des Wassers, aber leider nur in der zweiten Reihe.




Und hier ein Blick auf die Düne von der Meerseite aus.


Tolle Villen, mit eigenem Strandzugang



Damit endet unser Besuch am Atlantik, schön war’s! Bordeaux ist und bleibt eine tolle Stadt, und die Cote d‘Argent eine beeindruckende Küste mit breiten Sandstränden, immer Wellen und schicken Plätzen.
Aber unsere Reise geht weiter. Nach schier endlosen Blicken auf die Wetter-App haben wir uns entschieden, weder in den Norden, also die Bretagne, noch entlang des Atlantiks südlich zu fahren, sondern wir nehmen die direkte Route Richtung Mittelmeer. Das Wohnmobil-Leben macht es möglich.



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