Einen Teil der schönen Küste hatten wir im vergangenen Jahr bereits gesehen, aber letztendlich nicht viel. Das wollten wir jetzt ändern.
Letztes Jahr hatten wir auf der Presqu‘ile de Giens (einer wunderschönen Halbinsel) bei Hyères keinen Platz gefunden, weil ausgebucht, daher sollte es dieses Jahr klappen. Das hat es leider wieder nicht, unser Wohnmobil ist zu groß.
La Londe-les-Maures, 13. bis 17. Juni 2026
Daher ging es nach La Londe-les-Maures, einem typischen Badeort an der Côte d’Azur. Der Campingplatz ist nicht so mein Fall, in jeder Hinsicht tote Hose, aber er ist sehr gepflegt und extrem sauber. Man kann sich nicht vorstellen, dass hier in drei Wochen, wenn die französischen Sommerferien losgehen, der Bär steppt.

Aber der Strand ist schön, das Wasser warm und klar, und wir genießen das Strandleben.







Andra kommt hier auf ihre Kosten und nimmt gerne ein Bad im Meer, dann wird ein Loch gebuddelt, in das man sich wunderbar reinlegen kann.



Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg waren auch hier zu sehen.


Und immer wieder eine großartige Vegetation, es grünt und blüht… Vor allem der Oleander hat es mir angetan.






Gleich am ersten Tag, als wir zum Strand gefahren waren, ist uns die „Billetterie“ aufgefallen und wir fragten sofort nach, wohin die Boote denn fahren würden.



Wir entschieden uns für eine zwei-Insel-Tour und können nur sagen: schön war’s, es hat sich gelohnt.
Die erste Insel, die wir ansteuerten, war Porquerolles. Die Insel liegt auf dem selben Breitengrad wie die Nordspitze Korsikas und ist sieben Kilometer lang und drei Kilometer breit. Ihre geographische Lage trägt zu einer fantastischen Vegetation bei.





Ursprünglich wurde sie von ehemaligen Soldaten Napoleons besiedelt, bevor ein belgischer Industrieller sie kaufte. Erst 1971 kaufte sie der französische Staat zurück.



Wie auch immer, es war wunderschön dort. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang.






Danach gab es noch ein sehr leckeres Mittagessen, bevor es zur nächsten Insel weiterging.
Dort war es uns schlichtweg zu warm, um uns groß zu bewegen. Der nächste Strand war leider auch zu weit entfernt, so dass wir die Zeit bis zur Abfahrt des Schiffs in einem Café verbrachten.



Und weiter ging es!
Saint-Aygulf, 17. bis 24. Juni 2026
Die verlagerte unseren Standort in östliche Richtung an der Côte d’Azur entlang und landeten auf dem gleichnamigen Campingplatz. Camping Saint-Aygulf Plage ist eine große Ferienanlage, die sowohl für Camper wie auch für Menschen, die in den so genannten Mietunterkünften Urlaub machen wollten, bestens geeignet ist. Wir konnten uns unseren Stellplatz aussuchen bei den hohen Temperaturen, die hier herrschen und auch weiterhin vorhergesagt waren, wäre es angesagt gewesen, sich einen Platz unter den Schatten spendenden, dichten Pinien zu suchen, aber das geht während einer Fußballweltmeisterschaft natürlich nicht. Denn die Satellitenschüssel braucht direkten Sicht Kontakt zum Satelliten, ansonsten lässt sich kein Programm empfangen Internet ist auch keine Alternative, da schlechter Empfang und B Sportveranstaltung aus irgendwelchen rechtlichen Gründen im Ausland nicht über das Internet empfangen werden können.
Aber wir haben dennoch ein nettes Plätzchen gefunden, dass uns ein bisschen Baum Kernschatten gibt, aber das, aber das Womo selbst steht in der prallen Sonne.



Und so genießen wir die Freuden des Camperlebens und bewegen uns nur so viel, wie irgendwie nötig, angesichts von 35 Grad.





Ein Sundowner darf nicht fehlen – aber bitte mit Aussicht!


Besuch in Frejus
Frejus ist die etwas größere Stadt 3 km von hier entfernt und rühmt sich für 2000 Jahre Geschichte, die sich in der Innenstadt auf wenigen Quadratkilometern erleben lassen.
Also sind wir trotz Hitze die paar Kilometer in die Stadt gefahren und waren am Ende doch enttäuscht. Nach dem Motto: da haben wir schon schickere und ältere Städte in Frankreich gesehen. Auch die Restaurants haben uns nicht gefallen.



Daher sind wir zum Hafen gefahren, wo wir endlich das Leben und Treiben gefunden haben, was wir in einem französischen Urlaubsort erwartet haben. Darüber hinaus haben wir in einem schicken Restaurant sehr lecker zu Abend gegessen.


Zufrieden ging es zurück auf den Campingplatz.
Einen Besuch in dem etwas weiter entfernten St. Raphael haben wir uns angesichts von Temperaturen um die 35 Grad gespart. So verbrachten wir die weiteren Tage am Strand und später auf dem Campingplatz, da Andra sich einen bakteriellen Infekt am Hals (außen) zugezogen hat und nicht mehr baden durfte.
Das hat sie aber ignoriert. Denn zwei Abende später ist sie uns still und heimlich entwischt. Was für eine Sorge, der Hund war weg. Es war schon spät am Abend, sie lag nicht angeleint, ganz brav neben uns und hat die Chance, den Campingplatz sich auf eine eigene Faust anzuschauen genutzt. Und weil der nicht nur am Meer, sondern auch an einem „See“ lag, ist sie natürlich schwimmen gegangen. Mit Hilfe lieber Mit-Camper und eines Angestellten des Campingplatzes konnten wir sie wieder einfangen. Waren wir froh! Das hätte auch schief gehen können, denn sie hätte wohin auch immer laufen können.
Erleichtert, aber auch übernächtigt, fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Cannes, besser gesagt in einen Ort davor.


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