Noch einmal Frankreich: zurück in den Norden

Nach den erholsamen Tagen am Lac du Bourget ging es mit einer schönen Fahrt durch die Schweiz zurück nach Deutschland.

Über den Rhein bei Rheinfelden – und damit über die Landesgrenze.

Da wir uns noch einen Tag Zeit genommen hatten, war der Titisee unser Ziel.

Titisee, 30. Juni bis 2. Juli 2026

Der Titsee und der Feldberg sind Teil meiner Kindheitserinnerungen. Auf dem Feldberg waren wir so manches Mal zum Skilaufen, und am Titisee ist man auf dem Weg dahin und später auf dem Weg nach Freiburg zwangsläufig vorbei gekommen.

Dieter kannte beides noch nicht, also nichts wie hin. Mit dem Campingplatz Weiherhof hatten wir einen guten Griff getan, toller Platz, mit viel Liebe zu Detail gestaltet und direkt am See. Auch wir fanden einen Platz mit Seeblick.

Abends gewitterte es heftig, und am nächsten Morgen war es wolkenverhangen und deutlich kühler. Wir warteten noch ein Stündchen und dann ging es mit dem Bus auf den Feldberg, zunächst zur Talstation der Feldbergbahn, anschließend mit der Gondel nach oben. Der Blick war schon toll, aber dem Wetter geschuldet ziemlich diesig.

Noch waren wir nicht auf dem eigentlichen Gipfel des mit 1497 m höchsten Bergs Baden-Württembergs. Knapp zwei Kilometer ging es zu Fuß dahin, Andra war höchst erfreut über diesen Spaziergang, der sehr schön war.

Dann endlich hatten wir es geschafft und genossen das beeindruckende Panorama.

Anschließend ging es wieder zurück. Hier noch ein Blick nach unten, ganz schrecklich, das gab es alles vor mehr als 50 Jahren noch nicht.

Am Wohnmobil angekommen zogen wir uns schnell um, denn mittlerweile war es ziemlich warm geworden und fuhren mit den Rädern nach Titisee-Stadt. Auch im Hochschwarzwald hat der internationale Tourismus Einzug gehalten, wie wir schnell feststellten. Wir bummelten durch das Städtchen und genossen einen leckeren Eisbecher, bevor wir wieder zurück auf den Campingplatz fuhren.

Weiter ging die Fahrt gen Norden. Leider war sie, auch bedingt durch die vielen Baustellen, sehr Stau behaftet. Wir haben dem ruhigeren Fahren auf den französischen Autobahnen sehr nachgetrauert. Dennoch kamen wir an unserem nächsten Ziel, dem schönen Städtchen Rothenburg ob der Tauber an.

Rothenburg ob der Tauber, 2./3 Juli 2026

Dieter war vor rund dreißig Jahren schon einmal in Rothenburg, ich jedoch noch nie. Daher wollten wir dort unseren nächsten Stopp auf unserem Weg nach Hause einlegen. Die erste Überraschung: Beide Campingplätze, die Mittal am Ufer der Tauber liegen, waren ausgebucht. Und wir mussten auf engstem Raum umdrehen… zum Glück hat Rothenburg noch einen großen Wohnmobil-Stellplatz, auf dem wir einen Platz fanden, nicht unser Traumplatz, aber immerhin gab es Toiletten und Strom. Und für einen Stadtbummel war er bestens geeignet.

Was soll ich zu Rothenburg sagen? Es ist auch nur eine alte Stadt mit engen Gassen, schönen Geschäften, Restaurants und vielen Touristen, wie wir bereits viele in Frankreich gesehen haben. Auf der anderen Seite ist Rothenburg unglaublich schön, weil es im Gegensatz zu den französischen Städten aus vielen Fachwerkhäusern besteht, rundum eingeschlossen von einer komplett erhaltenen Stadtmauer mit vielen Türmen.

Jedenfalls haben wir es nicht bedauert, Rothenburg besucht zu haben und fuhren am nächsten Morgen frohen Mutes weiter.


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