Andalusien 2026: Málaga

Nun haben wir die letzte Etappe zu unserem ersten „großen“ Zwischenziel geschafft.

Málaga, 9. bis 13. Oktober 2026

Málaga ist die zweitgrößte Stadt in Andalusien und die zweitälteste Stadt Spaniens. Aufgrund des hiesigen Klimas (im Winter liegen die Tageshöchsttemperaturen im Schnitt bei 18 Grad, nachts wird es selten kälter als 10 Grad) ist Málaga und Umgebung ein beliebtes Urlaubsziel.

Málaga ist Kunst- und Kulturstadt: Hier ist der Geburtsort von Pablo Picasso. Seit 2003 werden im Museo Pablo Picasso Hunderte seiner Werke ausgestellt. Darüber hinaus gibt es allein in der Altstadt 38 Museen. Hinzu kommt das maurische Erbe der Stadt, denn hoch über ihr thronen die maurische Festung Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert und das höher gelegene Castillo de Gibralfaro, von dessen Mauern man einen 360-Grad-Blick über die Küste hat. Das sagt zumindest der Reiseführer. Leider konnten wir beides nicht besichtigen – mit Hund verboten. Direkt unter der Alcazaba liegt zudem ein römisches Theater aus dem 1. Jahrhundert vor Christus.

Erwähnt sei an dieser Stelle auch die sog. Einarmige. Das ist die Kathedrale von Málaga, deren zweiter Turm nie gebaut wurde, weil das dafür vorgesehene Geld in einen mondänen Bischofspalast geflossen ist.

Wir hatten uns für Área Málaga Beach, einen Wohnmobilstellplatz außerhalb entschieden, vor allem weil er direkt am Strand und – welch Glück – der Hundestrand sozusagen direkt vor der Haustür liegt.

Als wir mit unseren Rädern in die Stadt fuhren, kamen wir u.a. auch am dem langen Stadtstrand Málagas vorbei, der Playa de La Malagueta. Aber auch hier gilt: Hunde verboten.

Noch weiter außerhalb der Stadt kommt eine schöne alte Fischersiedlung, El Palo, mit kleinen bunten Häusern und einer kilometerlangen Strandpromenade mit vielen Restaurants. Hier werden vor allem die berühmten gegrillten Sardinenspieße angeboten.

Wir hatten für unseren Besuch hier ein Wochenende erwischt – und kein normales, sondern ein verlängertes, denn am 12. Oktober ist spanischer Nationalfeiertag. Am 12. Oktober 1492 landete Christopher Columbus auf den Bahamas und hat damit vermeintlich Amerika entdeckt. Das bedeutete für uns, dass wir froh waren, den Stellplatz bereits gebucht zu haben, denn er war ausgebucht, als wir ankamen. Viele Spanier nutzten das verlängerte Wochenende für einen Besuch an der Küste. Darüber hinaus sind leider fast alle Geschäfte geschlossen.

Mit einem gut zweistündigen geführten Stadtrundgang haben wir „alles“ wichtige gesehen und erklärt bekommen.

Insgesamt bleibt ein ambivalentes Gefühl zu Málaga: zwar scheinbar eine tolle Stadt, aber extrem voll, laut, kaum Platz fürs Mittagessen, kaum Möglichkeiten etwas zu besichtigen. Denn weder konnten wir Burgen besichtigen noch den zentralen Markt noch Geschäfte anschauen. So hatten wir auch keine Lust mehr, ein drittes Mal in die Stadt zu radeln. Zumal der Radweg nicht ohne war. Dafür haben wir in El Palo ein frühes Abendessen genossen und super leckeren Tintenfisch, frisch aus dem Meer gegessen.

Und hier noch ein paar Impressionen aus der Stadt:


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